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Altkleider FairWertung Bild-Detailansicht

15. September 2017

[Anzeige: Dieser Post in freundlicher Zusammenarbeit mit Tchibo entstanden]

Hallo Ihr Lieben,

Ihr kennt doch bestimmt diese weiß-roten Zettelchen für eine wohltätige Kleiderspende an der Haustür?! Wenn man - wie ich bevor ich fairknallt gelaunched habe - an den Punkt gekommen ist, wo man sich mit der Menge an Kleidung, die sich im Schrank stapelt unwohl fühlt, ist diese Art der "Entsorgung" super praktisch. Das wohlige Gefühl etwas Gutes getan zu haben, gibt es noch obendrauf. Leider ist es, wie so oft, nicht ganz so einfach. In Kooperation mit Tchibo und dem Dachverband FairWertung möchte ich darum heute zeigen, wie Kleiderspenden funktionieren, wie man schwarze Schafe erkennt und natürlich auch, wo man seine Altkleider mit gutem Gewissen abgeben kann.

Natürlich ist es am besten gar nicht erst soviel Kleidung zu kaufen, dass man sich damit unwohl fühlt. Und natürlich sollte man die Teile die man hat, solange tragen bis sie auseinanderfallen, um sie dann selbst zu Sofakissen upzucyceln oder im worst-case einem Leben als Putzlappen zuzuführen. Aber seien wir mal ehrlich, so sieht die Realität oft nicht aus. Es beginnt schon mit dem klassischen Fehlkauf. Im Urlaub waren die Hammerpants wirklich bequem, aber sie lassen sich auch mit jahrelanger Stylingerfahrung nicht so richtig zu einem Bürooutfit kombinieren. Dann gibt es die Teile, die zwar super aussehen, aber total unbequem und unpraktisch sind; Teile, die plötzlich zu groß oder zu klein sind. Kurzum: es gibt unendlich viele Möglichkeiten, warum wir plötzlich zuviel Kleidung und zu wenig Zeit haben, sie einem sinnvollen Nutzen zuzuführen.

Und jetzt kommt der weiß-rote Zettel ins Spiel. Er klebt plötzlich an der Haustür und man denkt sich: super, jetzt miste ich so richtig aus und tue noch etwas Gutes. Praktischerweise werden die Säcke voller Altkleider, die sich nach einer Ausmistaktion angesammelt haben, auch noch direkt vor der Haustür abgeholt. Doch leider stecken hinter solchen Aktionen oft rein profitorientierte Unternehmen. Und so wird die ursprünglich gute Intention, Kleider in ärmere Länder zu spenden, oft vorsätzlich missbraucht: Da wird sich ein wohltätiger Name überlegt, der Look von Kleiderspendeorganisationen kopiert und die Klamotten dann mit ordentlich Gewinn weiterverkauft. Nur vom Gewinn wird nicht wohltätige Arbeit finanziert, sondern eher große Firmenwagen.

Ist die Altkleidersammlung also grundsätzlich schlecht? Immerhin überschwemmen wir den osteuropäischen und afrikanischen Markt mit unseren Spenden so sehr mit Kleidung, dass die Produktion von Textilien für den heimischen Markt fast zusammengebrochen ist. Auf der anderen Seite wird gute und günstige Kleidung für Menschen zur Verfügung gestellt, die nicht genug Geld für neue Kleidung haben. Außerdem entstehen durch die vielen Handelsstufen Jobs für Textilhändler, Sortierer und in der Logistik. Die Antwort auf diese Frage ist letztlich davon abhängig, wo man seine Kleidung abgibt.

Und hier kommt FairWertung ins Spiel. Der Dachverband hat sich zum Ziel gesetzt, Verbraucher_innen eine Orientierungshilfe zu geben, wo Kleiderspenden wohltätigen Zwecken zugute kommen. Mittlerweile haben über 130 Organisationen den Verhaltenskodex unterschrieben, der u. a. festlegt, dass die Kleiderspenden ausschließlich sozialen oder karitativen Zwecken zugute kommen dürfen. Wenn ihr also Altkleidercontainer mit diesem Zeichen von FairWertung seht, könnt ihr euch sicher sein, dass sie dort den anvisierten Zweck erfüllen. Mehr Vorsicht ist hingegen bei allen anderen Containern geboten. Aktuell sieht man oft kleine, silberne Container auf Privatgrundstücken, die mit Fantasieorganisationen werben und keine Kontaktadresse oder lediglich eine Handynummer vermerkt ist. Auch die oben erwähnten Sammlungen an der Haustür sind mit Vorsicht zu genießen.

Letztlich bleibt nur zu sagen, Textilsammlung und -recycling wird in Zukunft noch wichtiger werden und Altkleider eine große Ressourcenquelle. Um so wichtiger ist es, aussortierte Kleidung an die richtigen Stellen abzugeben. Ich werde jedenfalls in Zukunft noch mehr darauf achten, meine Kleidung gezielt weiterzugeben. Viele Teile verschenke ich an Freundinnen oder verkaufe sie auf dem Flohmarkt. Bei allem weitere achte ich Zukunft auf das Zeichen von FairWertung.

Kleiner Tipp für die Praxis: Die richtige Abgabestelle findet ihr mit Standortsuche für Container oder Läden in eurer Nähe. So landet die Spende garantiert an der richtigen Stelle.

Wenn ihr weitere Informationen zum Thema Altkleidersammlung sucht, findet ihr diese im Blogbeitrag von Tchibo.

Frohes Fairwerten und alles liebe
Marie

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Photo credit © Bartosz Ludwinski

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