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Pascoe Bloggertour 2018 - Part 2

Pascoe Bloggertour 2018 - Part 2

[Werbung/Pressereise: In Zusammenarbeit mit Pascoe Naturmedizin]

29. Dezember 2018

Hallo ihr Lieben,
der zweite Teil meiner Pascoe Blogger Tour hat ein wenig auf sich warten lassen. Und bevor ich bald meine Erfahrungen aus Indien schildere - dort ich habe gerade zusammen mit Melawear Baumwollplantagen und Textilfabriken besichtigt - wollte ich euch noch einmal einige Eindrücke zum zweiten Part der Reise durch Deutschland mit Pascoe Naturmedizin aus dem vergangenem Herbst mit euch teilen. Auf unserer Tour stand nach der Hallig Langeneß und St. Peter Ording (siehe Part 1) nun der Harz, der Spreewald, die Sächsische Schweiz und zum Abschluss Dresden aus dem Programm. Gereist bin ich zusammen mit meinem jüngeren Bruder Moritz, der auf YouTube unter dem Motto "Doc Mo klärt auf" medizinische Themen einfach für Laien erklärt. Wir sind ein super Reiseduo, was sich schon 2013 beim gemeinsamen Roadtrip durch die USA und dem Besuch beim Coachella Festival gezeigt hat. Dementsprechend war auch der zweite Teil der Reise super harmonisch und wir konnten gemeinsam richtig gut in der Natur abschalten.


Der Harz hat mich wirklich beeindruckt. Stellenweise fühlte ich mich wie in Kanada. Nicht, dass ich schon einmal dort gewesen wäre, aber so stelle ich es mir vor. Nagut, richtige Berge, wie dort waren das für mich nicht, eher Hügel. Ich hoffe, ich mache mich jetzt bei niemandem unbeliebt :) Man bedenke bitte, dass ich unweit der Alpen aufgewachsen bin. Aber als Wanderanfängerin kamen mir die kleinen Berge ehrlich gesagt gerade recht. Angenehme, smoothe Anstiege, super Aussichten und traumhafte Westernfilmkulissen (Tatsache, denn wie uns ein Einheimischer erklärt hat, wurden hier alte DDR-Western gedreht). Nach einer schlaflosen Nacht im Campingzelt (es hatte in der Nacht keine 10° C) haben wir uns ganz faul ins traumhaft schöne Bio-Hotel Schindelbruch einquartiert. Das Hotel ist zwar sündhaft teuer, aber wirklich auf allen Gebieten vom Essen, über die Zimmer bis zum Wellnessbereich absolute Spitze. Es ist übrigens auch das erste klimaneutrale Hotel Mitteldeutschlands. Hier haben wir uns dann auch einige ganzheitliche, natürliche Anwendungen gegönnt. Das ging von der Anti-Stress Massage mit natürlichen Ölen bis zur Detox Behandlung mit Aloe Vera Heilerde. Und nach der reichlich kalten Nacht haben wir uns beide wie neu geboren gefühlt.


Vom Hotel aus ging es dann in Richtung Spreewald. Hier haben wir uns die Rekultivierung der ehemaligen Braunkohletagebaugebiete angesehen. Neben dem Problem, dass durch die Kohleverfeuerung große Mengen Treibhausgase ausgestoßen werden, werden für den Abbau von Braunkohle eben auch ganze Landstriche im wahrsten Sinne des Wortes verwüstet. Dazu werden nicht nur ganze Orte umgesiedelt und abgebaut (allein im Revier Lausitz wurden ca. 27.500 Einwohner aus 135 Siedlungen umgesiedelt), sondern auch die gesamte natürliche Landschaft abgetragen, damit die großen Bagger die Kohle abbauen können. Die so entstehenden Brachflächen, mit Abbauschutt und oftmals toxisch kontaminierten Flächen müssen nach dem Ende des Tagebaus aufwändig dekontaminiert und dann renaturiert werden. Der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann hat ein 3000 Hektar großes Gebiet in der Niederlausitz gekauft und daraus ein großes Schutzgebiet für Tiere und Pflanzen erschaffen. Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ist somit ein Beispiel dafür, dass der Kohletagebau massive Folgen für Mensch und Natur hat und man nur mit großem Aufwand und Wissen ansatzweise das wieder herstellen kann, was früher einmal eine Naturlandschaft war. Denn obwohl sich mittlerweile viele seltene Pflanzen und Tiere dort ansiedeln konnten, hat die Renaturierung fast 20 Jahre in Anspruch genommen und bleibende Schäden in der Landschaft hinterlassen.

Während des Roadtrips habe ich noch eine andere Auswirkung der großflächigen Kohleverfeuerung gesehen. Denn während einer Fahrt kamen wir mit unserem BMWi3 an einem Sonnenblumenfeld vorbei. Alle Sonnenblumen waren vertrocknet und ließen traurig ihre Köpfe hängen. Noch heute befällt mich eine gewisse Traurigkeit, wenn ich an den Anblick zurück denke. Das Bild bringt die Auswirkungen dieses Hitzesommers auf den Punkt und ist ein weiterer Indikator, dass der Klimawandel schnell vorangeht und nur unter großen, gemeinsamen Anstrengungen und Veränderungen überhaupt noch eindämmbar ist. Denn auch wenn dieses Jahr besonders durch die lange Trockenheit wie ein Ausreißer wirkt, melden Meteorologen, dass die 20 wärmsten Jahre seit Wetteraufzeichnung innerhalb der letzten 22 Jahre stattfanden. Ein Trend, der sich nicht mehr leugnen lässt.

In der Sächsischen Schweiz sind wir erneut in der Natur gewandert und haben den sagenhaften Ausblick von der berühmten Bastei genossen. Der Punkt ist nicht nur einer der bekanntesten Tourismusattraktionen in Deutschland, denn man kann von dort aus das Elbsandsteingebirge und das Elbtal überblicken, sondern auch seit Jahrhunderten Inspirationsquelle für viele Künstler und Dichter. So malte beispielsweise Caspar David Friedrich sein bekanntestes Gemälde, der Wanderer über dem Nebelmeer, nach der Landschaft über die Goethes Sohn August 1819 sagte: „Hier wo man von den schroffsten Felsen wänden gerade in die Elbe sieht, wo in der kleinen Entfernung der Lilien-, König- und Pfaffen-Stein mahlerisch gruppirt liegen und überhaupt dem Auge ein ganzes darstellt welches mit Worten nie beschrieben werden kann“. Wenn ihr also eure nächste Deutschlandreise plant, ist die Bastei auf jeden Fall einen Besuch wert!

Zum Abschluss dieser Reise wollten wir, um sozusagen wieder in der "Zivilisation" anzukommen, einen Abstecher nach Dresden machen. Denn wir waren beide noch nie in dieser Stadt voller Kultur und Geschichte. Ich muss sagen, die Stadt hat mich wirklich umgehauen mit seiner atemberaubend schönen Architektur. Die Menschen waren sehr offen und freundlich zu uns und das Residenzschloss mit seinen Schätzen hat mich regelrecht in einen Bann gezogen. Ich habe noch nie so viele wunderschöne, wertvolle, glänzende Dinge auf einem Fleck gesehen. Wir sind dann noch ein bisschen durch die Straßen geschlendert und ein Follower hat mir den Tipp gegeben im vegetarischen Restaurant BrennNessel zu essen. Es war ausgesprochen lecker und auch vegan lebende Menschen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Auch beim Schreiben zum zweiten Teil der Reise erinnere ich mich wieder, wie schön und abwechslungsreich die Tour war und wie wenig man doch sein eigenes Land erkundet hat. Nicht nur spektakuläre Naturerlebnisse hält dieses Land bereit, sondern auch beeindruckende Städte voller Kulturschätze und architektonischer Besonderheiten. Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser Reise zeigen, wie schön Urlaub im eigenen Land sein kann und habe vielleicht den ein oder anderen dazu inspiriert CO₂ einzusparen und bevor es um die Welt geht, erstmal das eigenen Land zu kennen zu lernen.

Alles Liebe,
Marie

[Werbung/Pressereise: In Zusammenarbeit mit Pascoe Naturmedizin]
Photo Credits: Marie & Moritz Nasemann

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