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Indien mit Melawear

Indien mit Melawear

[Pressereise]: In Zusammenarbeit mit melawear

7. März 2019

Hallo ihr Lieben,
es ist schon wieder etwas her, aber im letzten Jahr ging es bereits zum zweiten Mal in meinem Leben nach Indien. Bereits letztes Jahr hatte Henning, der Gründer von melawear, für mich den Kontakt zu einer Textilfabrik hergestellt, die ich dann auf meiner Reise durch Indien mit meiner Familie besichtigen konnte. Den Blogpost mit Video dazu findet ihr hier. Dieses Mal durfte ich mit einer kleinen aber feinen Reisegruppe (unter anderem mit Marcus vom Viertel \ Vor Magazin und Maddie von dariadaria) nach Mumbai fliegen und von dort aus die Baumwollplantagen und Textilfabriken besichtigen, die für melawear produzieren. Ein paar freie Tage in Goa waren glücklicherweise auch noch drin, insofern war die Reise eine gelungene Kombination aus Urlaub und Arbeit.

Nach unserer Ankunft in Mumbai haben wir uns erstmal die Stadt erlaufen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Mumbai hat, als eines der am dichtesten besiedelten Gebiete weltweit (derzeit leben ca. 20 Millionen Menschen im Raum Mumbai) leider ein großes Müllproblem. Aber es gibt engagierte Menschen, die etwas dagegen tun. Wie z.B. Nela Mundram, die durch verschiedene Aktionen Kinder und Erwachsene über Mülltrennung aufklärt. Das Thema ist in Indien nämlich leider noch nicht so wirklich angekommen. Außerdem kümmert sie sich darum, dass immer mehr Wohnkomplexe auf Dächern Kompostieranlagen installiert bekommen. Bioabfälle werden von den Bewohnern direkt in die Anlage entsorgt. Daraus entsteht nährstoffreicher Dünger, der direkt für den Anbau von eigenem Gemüse und Salat auf dem Dach verwendet wird. Urban Gardening macht also auch vor indischen Städten nicht halt.


Kompostieranlage über den Dächern von Mumbai

In Goa hatte ich dann genügend Zeit meinen Jetlag in der Sonne auszukurieren. Einquartiert haben sich mein Freund und ich im The White Resort. Das liegt am Strand von Agonda, ganz im Süden von Goa und ist, fernab vom Partytourismus, ein herrliches kleines, ruhiges Fleckchen Erde mit fantastischem, relativ leerem Strand. Außerdem kann man überall wunderbar Yoga machen und tolle Restaurants gibt es auch an jeder Ecke. Ich kann das Zest zum Frühstücken sehr empfehlen und den Libanesen Gatheround. Agonda - wie eigentlich ganz Indien - wimmelt von frei herum laufenden Tieren. Fast jede Tierart ist im Hinduismus auf eine Art heilig. Weshalb Straßentiere von den Menschen gefüttert werden. Kühe, Hunde, Katzen, Frösche, Affen und sogar freilaufende Schweine haben wir gesehen. Für Tierliebhaberinnen wie mich also ein echtes Paradies. Am südlichen Ende von Agonda Beach kann man bei den Fischerbooten den Berg hochsteigen und von einer phänomenalen natürlichen Aussichtsplattform den Sonnenuntergang und den Anblick der springenden Delphine genießen. Wenn man es noch menschenleerer möchte, lohnt sich ein Ausflug an den Strand Kakolem Beach.

Nach der Erholung ging es dann mit dem inhaltlichen Programm los. Wir haben die komplette Herstellung eines melawear T-Shirts von den Baumwollplantagen bis zu den Textilfabriken besichtigt. Ich habe euch das alles in Instastories zusammen gefasst. Guckt euch dazu gerne das Highlight an. Wer lieber lesen möchte, dem sei gesagt, dass melawear eine der am nachhaltigsten produzierenden Brands ist, die ich kenne. Sie haben sich dafür entschieden, hauptsächlich Basics, wie Hoodies, T-Shirts, Rucksäcke und seit kurzem auch einen Sneaker zu produzieren, weil diese eben nicht so stark modischen Schwankungen unterliegen, wie saisonale Kollektionen. Das gibt der Brand mehr Raum alle Aspekte ihrer Produktion möglichst nachhaltig zu gestalten. Entsprechend setzt melawear ausschließlich GOTS und Fairtrade zertifizierte Baumwolle ein und sichert auch nach dem Baumwollanbau durch die Umsetzung des neuen Fairtradeproduktstandards, dass in der Näherei, Färberei und der weiteren Verarbeitung faire, also existenzsichernde Löhne gezahlt werden und gute Arbeitsbedingungen herrschen.

Melawear war auch eines der ersten drei Unternehmen weltweit, die sich dem Thema Living Wages aktiv im Rahmen des Fairtradeprogramms angenommen haben. Konkret zahlt melawear 10% des Einkaufspreises der Textilien zusätzlich an die Arbeiterinnen und Arbeiter aus, um diesen mehr finanzielle Sicherheit zu verschaffen. Darüberhinaus informiert das Programm die ArbeiterInnen in Workshops aktiv über ihre Arbeitsrechte und Möglichkeiten, die eigenen Lebensumstände im Rahmen ihrer Arbeit zu verbessern. Und auch dem Thema Cradle 2 cradle hat sich melawear von Anfang an geöffnet. Gerade als kleine Brand ist es dabei schwierig, die oft toxikologisch komplizierten Verfahren und Chemikalien zu verstehen. Aber melawear ist es gelungen, dass in einem ersten Schritt alle T-Shirts aus Materialien gefertigt werden, die nach dem Cradle 2 cradle gold Standard zertifiziert sind. Wodurch das T-Shirt am Ende des Lebens ganz einfach auf dem Kompost entsorgt werden kann und es sich dort komplett biologisch abbaut. Auch in Deutschland versucht melawear nachhaltig aktiv zu werden, indem sie gemeinsam mit der HiPsy GmbH, einer Einrichtung für Menschen mit psychischen Erkrankungen, eine eigene Logistikabteilung aufgebaut haben, die den Menschen dort eine Teilhabe am sozialen Leben und einen (Wieder-)Einstieg in das Berufsleben ermöglicht.

Nach so viel Text, zeigt Marcus vom Viertel \ Vor Mag ein paar Eindrücke von unserer Reise durch Indien:

Oft wurde ich nach meiner Reise gefragt, ob ich Indien als Reiseland empfehlen kann. Es herrschen sehr viele Vorurteile gegenüber dem Land. Das Land ist riesig und ich habe bis jetzt nur einen Bruchteil gesehen. Aber Mumbai, Goa und der komplette Süden hat mich wirklich begeistert und eine Reise lohnt sich auf jeden Fall!

Alles Liebe,
Marie

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