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22. November 2016

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Hey Freunde!

Willkommen auf meinem brandneuen Blog Fairknallt. Schön, dass ihr hier seid! Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann mir die Idee kam einen Blog über einen nachhaltigen Lifestyle zu gestalten. Eigentlich hat sich die Idee über viele Monate, wenn nicht sogar Jahre eingeschlichen. Irgendwann habe ich mich beim Einkaufen einfach nicht mehr gut gefühlt, habe die Massen an Billigware gesehen: Jeans für 8 Euro, dreckige T-Shirts, die unter der Stange lieblos am Boden lagen und die riesigen Schlangen an Kassen: Frauen, die in Form von schnellem Konsum, nach einer schnellen Befriedigung suchten.

Ich war eine von ihnen. Ich sah wie sich bei mir zu Hause die Kleidung stapelte, ich Müllsäcke voll Kleidung zur Altkleidersammlung brachte, ohne zu wissen, was dann damit geschah. In diesen Müllsäcken waren eine Reihe Fehlkäufe. Klamotten, bei denen ich „schnell zugeschlagen“ hatte, weil sie im Sonderangebot waren. Oberteile, die ich teilweise genau so schon im Schrank hatte, Pullis, die mir eigentlich zu groß waren oder Kleider, die gar nicht so richtig meinem Stil entsprachen. Aber der Kauf machte mich für einen kurzen Moment glücklich, lenkte mich von Liebeskummer ab oder belohnte mich für das Training im Fitness Studio. In diesen Müllsäcken befand sich auch Kleidung, die mir in der Wäsche eingegangen war und die ich zu wenig gepflegt hatte. Wahrscheinlich war es mein Umzug von München nach Hamburg, im März 2015, der mir vor Augen führte, welche Unmengen sich in meinem Kleiderschrank angesammelt hatte.

Fünf Kleiderschränke voller Konsum
Natürlich ist Mode mein Beruf. Ich fand es schon immer ok, mehr Klamotten als andere Frauen zu besitzen. Meine Ausrede waren die Veranstaltungen, auf die ich ging. Sieben Jahre Fashion Weeks und für jeden Auftritt ein neues, trendiges Outfit. Ich ließ mich von PR-Agenturen beschenken, ging zusätzlich shoppen und träumte von einem eigenen Kleiderlager à la „Clueless“. Ein überdimensional großer, mit Fernbedienung funktionierender Kleiderschrank.

Mit dem Umzug nach Hamburg und meinem Wechsel an die Schauspielschule dort, zog ich vorerst in ein kleines WG Zimmer. Ich ließ die Hälfte meiner Klamotten in München, vermietete die Wohnung unter und reduzierte von 5 (!) Kleiderschränken auf 1,5. Was ich anfangs als ungeheure Einschränkung empfand, stellte sich schnell als äußerst praktisch und erleichternd heraus. Ich merkte, dass ich mit dem einen Schrank voll Kleider und dem halben Schrank mit Accessoires total gut auskam. Ich fühlte eine große Befreiung und entschloss mich, im großen Stil auszusortieren.

Shoppen auf Kosten anderer macht nicht glücklich
Nachdem 2013 eine Kleiderfabrik in Bangladesch einstürzte, 1127 Menschen ums Leben kamen und Günther Jauch das Thema Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in seiner Sendung hatte, begann ich mir ernsthaft Gedanken über die Herstellung meiner Klamotten zu machen.

Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr verlor ich den Spaß am Shoppen. Ich ging weniger einkaufen. Ich vermisste erstaunlicherweise gar nichts. Statt auf Städtetrips shoppen zu gehen, besuchte ich Museen und Sehenswürdigkeiten, war draußen an der frischen Luft und fühlte mich pudelwohl. Günstiger war es natürlich auch. Seitdem beschäftige ich mich mit nachhaltiger Mode, frage bei PR-Agenturen nach der Herstellung und versuche auch im Freundes- und Bekanntenkreis ein größeres Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen. Natürlich ist es mir auf Grund meines Modeljobs, auf den ich finanziell angewiesen bin, noch nicht möglich mich 100% nachhaltig zu kleiden und ich denke bei manchen Lieblingsteilen darf man eine Ausnahme machen, aber von Monat von Monat sehe ich wie mein Schrank immer grüner und fairer wird und mit Begeisterung beobachte ich wie viele neue, nachhaltige Labels aus der Erde sprießen.

In wen oder was wir uns fairknallen und warum
Auf meinen Blog findet ihr Firmen, die mindestens in einem Aspekt positiver als der Durchschnitt der Modeindustrie sind. Es gibt so viele, tolle Möglichkeiten mit Kleidung fair zur Umwelt und den Mitmenschen zu sein. Sei es, dass man Arbeiter angemessen bezahlt und versichert, bei der Produktion auf Energieeinsparungen achtet, den Einsatz von Chemikalien verringert, Plastikflaschen zu Kleidung verarbeitet oder mit dem Erlös eines Kleidungsstück Bildung in Entwicklungsländern fördert. Viele Firmen erfüllen einen oder im Idealfall einige dieser Aspekte. Diese findet ihr auf meinem Blog.

Selbiges gilt für Kosmetikfirmen, die hier aufgelistet sind. Schon immer habe ich meine Haut lieber natürliche Produkte gelassen und damit tolle Erfahrungen gemacht. Im Bereich Lifestyle erfahrt ihr alles, worüber man sich noch so Gedanken machen kann. Meine Versuche umweltbewusster zu leben und zu reisen, Charityprojekte, meinen Weg mich fit zu halten, meine liebsten Rezepte, etc.

Jetzt sind wir dran!
Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß beim Stöbern, Lesen und sich Inspirieren lassen. Alle Artikel sind von mir selber verfasst, wobei ich nicht für jegliche Richtigkeit haften kann. Ich bin Laie und trage mir meine Informationen von Firmenwebseiten etc. zusammen. Selbstverständlich kann ich nicht jede Modefirma persönlich überprüfen, aber es gibt viele Siegel. Diese findet ihr erklärt bei mir in der Rubrik Facts. An dieser Stelle möchte ich noch Norian vorstellen. Norian hat seinen Bachelor und Master in Nachhaltigkeitswissenschaft gemacht und hilft mir mit allen Facts und Hintergrundinfos – Danke für deine Hilfe!

So, nun aber wirklich viel Spaß und ich freue mich immer über Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge! Mein Motto: Die 2020er werden grün und Fair-knallt!

Alles liebe, Marie

Kleid The Reformation

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Fotografie Marie Hochhaus

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