Fairknallt by Marie Nasemann – Logo Fairknallt – Logo mobile

Fairknallt – Logo short

24. März 2017

Fairknallt in Indien

Hallo ihr Lieben,
getreu meinen Vorsätzen für neue Jahr, habe ich Anfang des Jahres erstmal schweren Herzens eine Theaterproduktion abgelehnt und bin dann aber doch voller Vorfreude mit meiner Mom und meinen beiden Brüdern nach Chennai in Südindien geflogen. Meine Mutter hat die ganze Reise top organisiert. Wir hatten einen Fahrer, der uns jeden Tag von A nach B gebracht hat und durften in wunderschönen Kolonialstil Hotels schlafen. Unsere Route reichte von Mamallapuram über Pondicherry. Von Thanjavur nach Chettinad. Von Madurai nach Thekkady in die Hochebene. Und von da aus gings am Ende noch drei Tage an den Strand nach Alleppey / Mararikulam.


Auch wenn die Route auf der Karte gar nicht so lang aussieht, die Straßen sind teilweise in sehr schlechtem Zustand und man braucht für eine Strecke von 100 km auch schnell mal über zwei Stunden. Die Fahrten an sich waren immer wieder schwindelerregend und abenteuerlich und nicht selten musste unser Fahrer auf Grund von Kühen auf der Straße eine Vollbremsung hinlegen. Aber daran gewöhnt man sich. Auch sonst habe ich mich eigentlich immer sehr sicher und wohl gefühlt. Die Inder sind wahnsinnig freundlich und hilfsbereit und ich wurde kein einziges Mal doof angequatscht. Klar existiert ein gewisser Dresscode, an den sich eigentlich alle Touristen (von denen es dort gar nicht SO viele gibt..) ziemlich gut gehalten haben. Bedeckte Knie, bedeckte Schultern. Läuft.

Am spannendsten waren eigentlich die Tempel. Diese sind meistens noch voll "in Betrieb" und man bekommt vieles der Kultur und Religion der Menschen mit. All unsere Sightseeing Punkte hier aufzuzählen, würde wahrscheinlich ewig dauern, deshalb stellt mir gerne Fragen, wenn ihr etwas über unsere Route und die Attraktionen wissen wollt. Ich habe euch hier einfach mal meine Top 5 Südindiens aufgelistet:

1. Mararikulam
Ich hätte nicht gedacht, dass ich ausgerechnet in Indien meine große Liebe für das Meer entdecke. Normalerweise bin ich mehr ein See-Typ. Ich hatte immer ein bisschen Angst vorm Meer und all den spitzen Muscheln, glitschigen Quallen, schleimigen Algen und was da sonst so rumschwimmt. Das Abad Turtle Beach Hotel am Al Marari Beach ist wunderschön. Ein Meer wie dort habe ich noch nicht erlebt. Es ist absolut sauber und toll. Da schwimmt wirklich gar nichts rum. Man fühlt sich wie in einer riesigen, warmen Badewanne. Das Wasser ist so warm, dass man nicht auskühlt. Und so habe ich mich das erste Mal wirklich Stunden im Meer aufgehalten und mich durch die Wellen treiben lassen. Ein Traum!

2. Thekaddy
In Thekaddy haben wir duftende Tee- und Gewürzplantagen erlebt. Ein Führer hat uns die Bäume und Sträucher gezeigt an denen zum Beispiel Pfeffer und Kaffee wächst. Es war richtig spannend einmal zu sehen, wo die Gewürze herkommen und wie die Bäume zum Gewürz eigentlich aussehen. Das Klima in Thekkady ist sehr angenehm, weil immer ein leichtes, frisches Lüftchen geht. Außerdem gibt es hier einen der schönsten Nationalparks Indiens.

3. Das Essen
Bislang war ich kein riesiger Fan von indischem Essen. Aber ich muss sagen, ich habe selten in einem Urlaub so geschlemmt, habe mich so wenig bewegt und bin trotzdem schlank und rank zurück gekommen. Es gibt so viele vegetarische Gerichte, für mich, als Pescetarier, ein Paradies. Mein Lieblingsgericht ist Paneer Masala. Ein indisches Curry mit Käse. Was man hier isst, ist eigentlich immer gesund und wahnsinnig lecker gewürzt.

4. Hausboot Tour durch Alleppey
Kommt einem erstmal ziemlich touristisch vor, aber die Einwohner von Alleppey sind selbst mit Hausbooten unterwegs. Wir hatten ein kleines Boot für uns und wurde vier Stunden durchs Grüne gefahren. Das war natürlich wahnsinnig entspannend und man hat nochmal einen tollen Einblick in den Alltag der Inder bekommen, da man vom Wasser aus gut beobachten konnte, wie zum Beispiel Frauen Wäsche waschen, Männer handwerklich arbeiten, etc. Mittags gab es ein wirklich außerordentlich köstliches Mahl an Bord und ein Mittagsschläfchen in der Sonne hat diese Tour ideal abgerundet.

5. Visalam Hotel in Chettinad
Das Hotel "Visalam" ist ein Boutique Heritage Hotel im Stil der Herrenhäuser von Chettinad. Das hat irgendwann mal ein reicher Inder seiner Tochter zur Hochzeit geschenkt. Würde ich auch nicht nein sagen. Die Zimmer sind riesig und stilvoll eingerichtet, man kann traumhaft einsam am Pool liegen, (was angesichts der Lautstärke in Indiens Städten wirklich auch mal gut tut) und morgens während dem Frühstück unter der romantischen Weinlaube im Garten, gackern die Hühner um einen herum.

Natürlich haben wir auch wunderschöne Tempel gesehen, aber da jeder auf seine Art absolut einzigartig und bezaubernd war, fällt es mir schwer, mich für den schönsten zu entscheiden. 
Am Tag unserer Abreise haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Cochin gemacht. Dort wurde gerade im Rahmen der indischen Biennale, getreu dem Vorbild aus Venedig, internationale Kunst ausgestellt. Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit und haben nur einen Teil gesehen. Der war aber sehr beeindruckend. Ich möchte auf jeden Fall nochmal nach Cochin wenn Biennale ist und die ganze Stadt erkunden!

Soweit meine Erfahrungen. Es war eine traumhaft schöne Reise, die meinen Horizont in alle Richtungen erweitert hat. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen, das indische Essen genießen, mir Kleider schneidern lassen, weitere Fabriken besuchen und der Biennale einen Besuch abstatten.

Ich freue mich schon drauf!
Alles Liebe,
Marie

 

Mehr

Video Editing © Norian Schneider

Das könnte dich auch interessieren