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ARMEDANGELS Woolwear x Ludwig Beck

4. Dezember 2017

ARMEDANGELS Woolwear x Ludwig Beck

[Dieser Post ist in freundlicher Kooperation mit ARMEDANGELS entstanden]

Hallo ihr Lieben,

für eine meiner Lieblingsmarken - ARMEDANGELS - ging es für mich endlich mal wieder in meine Heimatstadt München. Genauer gesagt in den LUDWIG BECK, eins der schönsten Kaufhäuser Münchens, in dem ich mir als Kind die eine oder andere modische Auseinandersetzung mit meiner Mutter geleistet habe. Der Weg zu meinem eigenen Stil war ein konsequentes Ankämpfen gegen den klassischen Look meiner Mutter. Heute sehe ich die Sache etwas klarer und merke immer mehr, welchen Wert klassische Teile aus hochwertigen Materialien haben, die man immer und immer wieder tragen kann und die nie aus der Mode kommen.


Hält warm und geht immer: ein klassischer Wollmantel

So auch beim Store Event von ARMEDANGELS. Es ging, neben leckeren Gin Tonics und lustigen Gesprächen mit Ausblick auf das schöne Rathaus, vor allem um Mode. Und wo diese herkommt. Das nasskalte Wetter und die schöne Location passten schonmal perfekt zum Launch der neuen Woolwearkollektion. Die umfasst von der einfachen Mütze über Wollkleider und Mäntel alles, was man im Winter braucht, um warm und trocken zu bleiben. Denn nichts wärmt im Winter so gut wie Wolle. Die hohe Wärmekapazität der Faser ist ihr größter Vorteil. Jetzt in den ersten kalten Tagen hole ich meine gemütlichen Wollpullis und grobe Strickschals aus dem Schrank, um dem Winter zu trotzen. Mein gesammeltes "Woll-Wissen" habe ich in fleißig in Interviews weiter gegeben, damit das Thema die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Hier, für euch, die Hardfacts zusammengefasst:


Materialcheck im Bio-Wollpulli

Es beginnt mit der Frage: wie nachhaltig ist die Faser Wolle eigentlich? Wie so oft, ist die Antwort darauf: kommt darauf an... Grundsätzlich ist Wolle eine tolle Sache. In Deutschland werden Schafe meist zur Grünpflege oder für die Fleischproduktion gehalten, so dass die jährliche Schur Wolle als Nebenprodukt mit sich bringt. Somit hat man ein nachwachsendes Naturprodukt, dass sich gerade gegenüber anderen warmhaltenden Fasern aus Kunststoffen z.B. für Fleece positiv absetzt.
Hinzu kommt, dass Wolle atmungsaktiv ist und sogar selbstreinigend wirkt. Was erstmal komisch klingt, ist eine wunderbare Eigenschaft, welche die chemische Faserindustrie sich nicht hätte ausdenken können. Wollfasern bestehen aus zwei Bestandteilen, dem Faserstamm und der Faserhülle. Letztere ist wasserabweisend, kann aber Wasserdampf aufnehmen. Durch diese Eigenschaft dringt selbst flüssiger Schmutz nicht in die Faser ein und kann durch Ausschütteln und Bürsten leicht entfernt werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Eigenschaft ist es, dass Wolle im Gegensatz zu anderen Faser Wasser aufnehmen kann, ohne sich feucht anzufühlen. Somit bleibt man auch im Regen länger trocken und kann unangenehme Gerüche einfach aus der Kleidung lösen, indem man sie nach dem Duschen im feuchten Bad oder an der frischen Luft auslüften lässt.

Bleibt die Frage, wie gut ist es um die Tierhaltung bestellt? In meinem Kopf gibt es einerseits das Bild vom freilaufenden friesischem Schaf auf einem Deich, dessen einziges Problem das norddeutsche Schietwetter ist.


Lebt sich gut in Patagonien, auch ohne Deich und Schietwetter

Andererseits kenne ich aber auch andere Berichte: Bilder von Schafen, die beim Scheren misshandelt und verletzt werden. Hinzu kommen Berichte über schlechte Haltungsbedingungen und Vernachlässigung von Herden ganz besonders in Australien und Neuseeland, wo ein Großteil der weltweit eingesetzten Wolle herkommt. Doch am schlimmsten ist mir Mulesing in Erinnerung geblieben. Hinter dem harmlos klingendem Wort versteckt sich eine schmerzhafte und quälerische Praktik. Da viele der heutigen Schafrassen auf möglichst hohen Wollertrag gezüchtet werden, hat sich die Hautoberfläche der Tiere vergrößert. Diese Züchtung hat dazu geführt, dass Schafe am Hinterteil große Hautlappen ausbilden, in denen sich Fliegen einnisten und Eier ablegen. Durch diesen Befall leiden und sterben viele Schafe. Um dies zu vermeiden, wird den Tieren dieser Hautlappen ohne Betäubung und hygienisch mangelhaft entfernt.


ARMEDANGELS Woolwear kann sich sehen lassen

ARMEDANGELS tritt nun an, zu zeigen, dass es auch anders geht. Gemeinsam mit einem argentinischem Partner hat das Unternehmen seine Kollektion an den Start gebracht und zeigt transparent, dass Wolle ein tolles Produkt ist und auch tierethisch korrekt produziert werden kann. Ohne euch mit zu vielen Details langweilen zu wollen: den Schafen vom ARMEDANGELS Zulieferer geht es in Patagonien ganz prächtig. Sie leben vor Ort in der Natur und können sich ihren natürlichen Instinkten nach frei bewegen. Die Schäfer achten darauf, dass die Tiere in der Natur genug Futter und Wasser finden und können bei Verletzungen oder anderen Problemen in der Herde frühzeitig und tierfreundlich eingreifen. Dazu gehört z.B. die Behandlung von Verletzungen. Um den Tieren Stress zu ersparen, werden sie im Gegensatz zu vielen anderen Farmen nur einmal im Jahr geschoren. Die Wolle wird nach dem GOTS Standard verarbeitet und die Farmen und Betriebe entsprechen den Richtlinien kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT). In der Weiterverarbeitung arbeitet ARMEDANGELS nach den Kriterien der Fairwear Foundation mit Strickereien, Färbereien und weiteren Partnern zusammen, so dass bei allen Arbeitsschritten eine nachhaltige Produktion für Mensch und Tier sichergestellt ist.


Also, wenn ihr auf der Suche nach wirklich tollen Wollsachen seid, für die weder euer Style noch Umwelt und Tiere leiden müssen, schaut mal bei ARMEDANGELS im Shop vorbei. Dort findet ihr auch mein Outfit, bestehend aus Mantel, Rock und Pulli. Weitere Infos rund um das Thema Wolle findet ihr hier.

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Photos: Marie Hochhaus
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