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21. Juni 2019

Hallo ihr Lieben,

der heutige Post steht unter dem Motto „when live gives you lemons, make lemonade!“ Wenn es mal nicht so geschmeidig läuft, was macht ihr dann? Lasst ihr euch runterziehen von dem säuerlichen Beigeschmack des Lebens oder sagt ihr: Jetzt erst recht und trotzt mit einer gehörigen Portion Aktivismus und/oder Optimismus? Zu letzterem kann ich nur raten, dazu ein Glas hausgemachte Zitronenlimonde und Jonglieren, auch wenn man gar nicht jonglieren kann. Denn auch Scheitern kann Spaß machen, wenn man dabei nicht den Humor verliert. Deshalb hier ein Fashion Look, der sofort gute Laune macht.

Der Troyer von Armedangels besteht aus 100% GOTS zertifizierter Bio-Baumwolle. Spannend finde ich, dass man jetzt auf den Produktseiten Facts zur Nachhaltigkeit kurz zusammengefasst findet, wie z.B. dass Bio-Baumwolle 61% weniger Wasser verbraucht als konventionell angebaute Baumwolle. Ein Fakt, der dort nicht steht, ist aber auch, dass der Pullover dadurch, dass keine Kunstfasern beigemischt wurden sehr viel besser recycelt werden kann. Das macht es am Lebensende einfacher, daraus wieder neue Fasern aufzubereiten, aus denen neue Kleidung werden kann. Denn häufig eingesetzte Fasergemische von Kunst- und Naturfasern machen das Recyceln der Materialien nicht nur schwieriger, sondern es auch unmöglich sicherzustellen, dass in recycelter Baumwolle keine anderen Fasern enthalten sind.

Das bedeutet natürlich nicht, dass das Oberteil von Jan 'n June aus ökologischer Sicht schlechter ist, als der Troyer, obwohl dem Stoff 4% Elasthan beigemischt wurden. Das liegt zum einen daran, dass Tencel aufgrund seiner Herkunft aus Europa und dem weniger wasserintensiven Anbau von Holz insgesamt umweltfreundlicher ist, als Baumwolle. Aber auch daran, dass Shirts wie dieses, körpernah geschnitten sind und ihre Form behalten sollen. Diese Eigenschaften lassen sich mit Baumwolle oder Tencel alleine nicht so gut erreichen, sodass die Tragedauer eines ausgeleierten Shirts wahrscheinlich deutlich niedriger wäre. Dadurch würden insgesamt wieder mehr Textilien produziert werden. Ihr seht, ökologische Aspekte von nachhaltiger Mode zu bewerten, ist nicht so ganz einfach. Oft hängt es davon ab, wofür ein Kleidungsstück eingesetzt wird und dass auch aus den Problemen des Recyclings innovative Lösungen entstehen können.
Das zeigt z.B. der Rock, ebenfalls von Jan 'n June, der zu aus 100% recycelten Stoffresten besteht. Der Stoff wird aus Fetzen von Baumwoll-, Viskose- und Polyesterresten, die geschreddert und dann neu verwebt werden, hergestellt. So entsteht ein neues Material, mit ganz eigenen Trageeigenschaften und Look, für den gar keine neuen Ressourcen verbraucht werden mussten. Bei den Schuhen setze ich auf Vintageteile aus meinem Kleiderschrank, denn nichts ist nachhaltiger, als bestehende Kleidungsstücke gut zu pflegen und lange und oft zu tragen. Die Sonnenbrille von GOBI Amsterdam ist aus Celluloseacetat, also einem biologisch abbaubarem Stoff und unter fairen Bedingungen in China produziert.

Wenn ihr also manchmal merkt, dass nachhaltige Mode nicht so einfach zu bewerten ist. Das geht uns allen so. Es braucht nicht Wenige, die es perfekt machen, sondern viele die es nicht perfekt machen. Und wenn ihr Fragen habt, schickt sie gern und wir beantworten sie so gut wir können!

Alles Liebe,
Marie

*Pullover von Armedangels
**Oberteil von Jan 'n June
**Rock von Jan 'n June
Schuhe sind Vintage
**Sonnenbrille von GOBI Amsterdam

Photo Credits: Marie Hochhaus
Alle mit * gekennzeichneten Produkte wurden uns als PR-Samples, ohne Verpflichtung zur Gegenleistung, zur Verfügung gestellt.
Alle mit ** gekennzeichneten Produkte wurden uns für das Shooting geliehen.
Nichtgekennzeichnete Produkte sind selbst gekauft

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