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063 x Tchibo

063 x Tchibo

[Anzeige/Ad: Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Tchibo entstanden]

17. September 2018

Hallo ihr Lieben,
ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich jemals freiwillig spießige Steppjacken tragen würde. Aber sie liegen wieder im Trend. Auch wenn ich sonst nicht sonderlich trendaffin bin, dieser ging nicht spurlos an mir vorbei und ich finde Steppjacken irgendwie cool. Und gerade jetzt, wo ich ein Pendlerleben zwischen Karlsruhe und Berlin führe, ist die Steppjacke ein grandioser Begleiter, der sich schön leicht trägt, wärmt, den man in jede Tasche knüllen kann, ohne das sie faltig wird und einem durch das glänzende Material immer einen Hauch Glamour verleiht.


Im Gegensatz zu gewöhnlichen Steppjacken aus Daune besteht diese aus der Tchibo Pure Collection aus recyceltem Polyester. Ebenso wieder der dunkelblaue Faltenrock, der es mir angetan hat, obwohl eigentlich auch keine Rockträgerin bin, weil die mir oft nicht passen. Gerade Röcke, die in der Taille sitzen, tragen bei mir oft auf oder drücken ohne Ende. Im Gegensatz zu diesem hier. Er sitzt wie eine Eins und passt sich durch den elastischen Bund super an ohne irgendwo zu kneifen. Er ist jetzt schon Teil meiner Essential Garderobe geworden und wird sicherlich noch sehr oft von mir getragen werden. Die Bluse aus 100% Bio-Baumwolle fügt sich nahtlos in das klassische Outfit ein und eignet sich auch super für Meetings oder den Büroalltag. Und auch die Socken sind aus der Pure Collection.

Nachdem in den Kommentaren zu meiner Laufstrecke Zweifel an den Sozialstandards bei Tchibo geäußert wurden, möchte ich hier gern noch einmal darauf eingehen. Ganz wichtig ist es zu sagen, dass ich keine Kooperation eingehe, bei denen das Unternehmen keine ernsthaften Anstrengungen unternimmt, nachhaltig zu agieren. D.h. die meisten der Anfragen, die für fairknallt eingehen, werden von Dr. No - und der hat seinen Namen nicht umsonst - und mir abgelehnt. Oft weil Greenwashing dahinter steckt oder die Themen nicht zu mir passen. Die Kooperationen, die ihr letztlich auf dem Blog seht, sind also Kooperationen über Themen und Unternehmen die uns überzeugt haben.

Ich weiß, dass es einfacher ist, kleinen Manufakturen mit mutigen GründerInnen zu glauben, als einem großen Unternehmen. Aber Fakt ist auch, dass große Unternehmen nicht so schnell vom Markt verschwinden und dass es mittlerweile viele gibt, die ihre Verantwortung ernst nehmen und ihre Lieferketten nachhaltig ausrichten. Wenn also ein großes Unternehmen etwas unternimmt, besteht die Chance, dass sich die Arbeitsbedingungen einer Vielzahl von Menschen wirklich verbessern. Und bei Tchibo ist das nicht nur aufgrund von ökologischen Faktoren, wie dem Commitment als Trendsetter bei der Greenpeace Detox Kampagne voraus zu gehen und schädliche Chemikalien zu verbannen oder dem Einsatz von Recyclingmaterialien zu sehen, sondern auch in ihrem eigens für und mit ihren Zulieferern entwickeltem WE Sozialprogramm.

Auf eure kritische Nachfrage hin, haben wir uns noch einmal mit Sandra Coy, der Sprecherin für Nachhaltigkeit & Qualität von Tchibo in Kontakt gesetzt und sie gefragt, was Tchibo genau mit seinem Programm erreichen will:

"Wir setzen dabei auf »Empowerment«: die Arbeiter sollen selbst die Fähigkeit und die Stärke entwickeln, Dinge zu bewegen, und dafür auch einen geschützten Raum haben. Weil es nicht reicht, die Zulieferer schöne Selbstverpflichtungen unterzeichnen zu lassen und auf externe Akkreditierungen zu setzen, wie es in der Branche üblich ist. Wir wollen zusammen mit Fabrikmanagern, Beschäftigten, aber auch Gewerkschaftern und NGOs Lösungen finden. Das ist ein fortwährender Prozess."

Tchibo hat das WE Programm bereits vor über zehn Jahren ins Leben gerufen, um den MitarbeiterInnen in seinen Zulieferbetrieben Fortschritte in Hinblick auf Sozialstandards zu erreichen. Und 2007 war Tchibo nicht nur früher dran als die meisten großen Konkurrenten, sie haben auch einen viel komplexeren, teureren aber dafür sinnvolleren und demokratischen Ansatz gewählt, um die ArbeiterInnen zu stärken.
Mittlerweile stammen 75% aller Produkte, die Tchibo herstellen lässt, von Zulieferern, die das WE Programm durchlaufen haben. Das sind mittlerweile über 360 Fabriken, über 360.000 Menschen in 9 Ländern, die durch die Trainings eine ernsthafte eigene Stimme für ihre ganz eigenen Probleme am Arbeitsplatz bekommen und lernen, sich selbst in Arbeitnehmervertretungen zusammen zu schließen. Die hier gezeigten Produkte stammen aus verschiedenen Betrieben in China, Indien und Bangladesch. Eine Trainerin, die für Tchibo zwischen Management und Mitarbeiterinnen vermittelt, berichtet von einem Fall, in dem eine junge Frau entlassen werden sollte, weil sie dabei erwischt wurde, wie sie immer wieder T-Shirts geklaut hatte und deshalb entlassen werden sollte. Nach dem Gespräch stellte sich aber heraus, dass die Mitarbeiterin von ihrem Qualitätsleiter sexuell belästigt wurde. Und da die Vorgesetzte den Vorfall herunter spielte, klaute sie T-Shirts in der Hoffnung, dass der Qualitätsbeauftragte für die fehlenden Stücke irgendwann entlassen werden würde. Leider sind dies die Fälle, die auch durch strenge Audits oft nicht geklärt werden können und wo Ansätze wie das WE Programm zeigen, wie wichtig es ist, in den Austausch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu kommen und ihre ganz spezifischen Probleme kennen zu lernen und nicht nur den Katalogen der Auditprogrammen zu glauben.

Ich hoffe, ich konnte euch einige der Zweifel nehmen, die es bzgl. Sozialstandards bei Tchibo gab. Solltet ihr weitere Fragen haben, stellt sie gern in den Kommentaren! Weitere Infos findet ihr auch auf den Nachhaltigkeitsseiten von Tchibo. Guckt euch gerne alle weiteren Teile der Kollektion Pure Collection an.

Alles Liebe,
Marie

Photo Credits: Marie Hochhaus
[Anzeige/Ad: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Tchibo entstanden]

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