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Filippa K.

Filippa K. war schon eine meiner Lieblingsbrands, als ich mich noch gar nicht mit dem Thema Fair Fashion auseinandergesetzt habe. Die Entwürfe sind unabhängig von der Zeit, einerseits modern, andererseits und gleichzeitig klassisch. Kurz gesagt, man könnte Filippa K. Teile ewig tragen. Damit das Wirklichkeit wird, möchte bis 2030 ein zirkulär wirtschaftendes Unternehmen werden. Die ambitionierten Ziele probierte das Unternehmen zwischen 2016 und 2018 mit den sogenannten Front Runners in die Tat umzusetzen. Diese Produkte wurden von Anfang bis Ende zirkulär gedacht und dazu genutzt, Erkenntnisse für die gesamten Kollektionen der Zukunft zu ziehen. Also ein Musterbeispiel dafür, wie große Brands eine Transformation zur nachhaltigen Marke vollziehen können. Mittlerweile sind daraus grundlegende Designprinzipien entstanden, nach denen Filippa K. alle Designs produzieren lässt.

1. Reduktion der Umweltbelastung und des Konsums
2. Reparatur der Kleidungsstücke, um ihre Lebensdauer zu erhöhen
3. Wiederverwendung von Kleidungsstücken durch Kleiderspenden und Second Hand Angeboten in Brandstores
3. Recycling von Kleidungsstücken zu neuen Textilien am Ende ihrer Lebensdauer.

Um diese Ziele zu erreichen arbeiten zwei Nachhaltigkeitsmanagerinnen kontinuierlich daran soziale und ökologische Bedingungen bei Filippa K. zu verbessern. So möchte sich Filippa K. bis 2030 aus ökologischer Sicht auf die ausschließliche Verwendung nachhaltiger und recycelbarer Materialien fokussieren und die Produktion nach Bedarf und Erwerb von exakten Materialmengen ausrichten. Dazu bauen sie Lieferketten neu auf, die z.B. die bisher kaum genutzte Wolle von schwedischen Schafen nutzt oder wählen ihre Fasern aufgrund einer nachhaltigkeitsorientierten Matrix aus, die natürliche oder recycelte Materialien gegenüber konventionellen bevorzugt. Zu den bevorzugten Materiaien gehören Bio-Baumwolle oder recycelte Wolle. Darüberhinaus entwickelt Filippa K. immer mehr Textilien, die nur aus einem Material produziert werden, so dass diese am Ende des Lebens, sortenreine voneinander getrennt und recycelt werden können. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Messung der tatsächlichen Orderzahlen, um festzustellen, ob und warum Kunden bspw. Teile mit nachhaltigen Materialien nicht ordern.

Bei den Sozialstandards setzt das Unternehmen auf die vollständige Rückverfolgbarkeit und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette, gute und faire Arbeitsbedingungen und langfristige Beziehungen. Dafür hat sich Filippa K. der Fairwear Foundation angeschlossen und stellt so sicher, dass die Arbeitsbedingungen in der Fertigung kontinuierlich besser werden. Dabei werden gemeinsam mit der FWF Ziele vereinbart und in regelmäßigen Abständen deren Umsetzung in Rahmen von Audits überprüft und nachgebessert. Gleichzeitig gibt die FWF die Möglichkeit auf ggf. auftretende Missstände zu reagieren, diese zu beseitigen oder bei Bedarf die Lieferbeziehung zu beenden. Letzteres ist jedoch nur eine Option, wenn der Partner nicht zu Verbesserungen bereit ist. Filippa K. hat zur Zeit den zweitbesten Status "Good" im Ranking erreicht. Dieser bedeutet, dass das Unternehmen ernsthaft daran arbeitet, die Lieferantenbeziehungen fair zu gestalten und dabei im Branchenvergleich sehr weit vorangeschritten ist. Um den besten Status "Leader" zu erreichen arbeitet Filippa K. bspw. mit der FWF daran das Thema Living Wage auszuarbeiten.

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